Sonntag, 8.00 Uhr
Ich höre gerade “Die Schöpfung” (Joseph Haydn) in einer Fassung unter der Leitung von Thomas Schmidt, aufgenommen im Juni 2009 in Neuwied. Drei Neuwieder Chöre haben sich zusammen getan. Eine wahre Syn-Phonie, ein Zusammenklang.
Heiter und beschwingt werden die ersten Tage beschrieben und besungen. Ich blicke zum Fenster hinaus in den Stiftsinnenhof. Schnee bedeckt die Landschaft. Angenehme, frische, saubere Luft lässt sich einatmen. An diesem Sonntag erfüllt mich Dankbarkeit für die Schöpfung, in der ich sein kann und meinen Platz habe. Hinein gestellt von meinem Schöpfer mit Gaben, die mir zu Aufgaben werden - zu Erfüllendes in diesem Leben.
Vor mir liegt der Gottesdienst um 10.15 Uhr. Taufe des Herrn. Hineingetaucht in die “Fluten des Jordan”, so haben wir heute Morgen gebetet. Mit der Taufe beginnt der Auftrag und das öffentliche Wirken Jesu. Bei Lukas spricht Gott ihn direkt an: “Du bist mein geliebter Sohn”, in den übrigen Evangelien heißt es in der dritten Person: “Das ist mein geliebter Sohn!” - es ist schon etwas anderes, ob man direkt angesprochen wird und gesagt bekommt: “Ich liebe dich, ich bin stolz auf dich!”
Der Chor sind: “Eine neue Welt…” - In der Tat. Eine neue Welt kann entstehen, wenn wir an dem Platz, an dem wir stehen unsere Aufgaben erfüllen, die uns als Begabungen mitgegeben sind. Dann verändern wir Himmel und Erde, kommen dem Himmel etwas näher. Selbst bei den Stürmen des Alltags.
Nun denn, einen schönen Sonntag!!!
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