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4.1.2010 von Jeremias.
Ein neues Jahr ist immer wie der Durchgang durch eine Tür. Was wird sich uns “erschließen” und “eröffnen”? Der Durchgang selbst ist eine Art Transitus: Verwandeln wir uns - werden wir verwandelt? Verändern wir uns - welche Veränderungen warten auf uns?
Ich gehe mutig und hoffend in das Neue Jahr! Morgen, am 5. Jänner ist im Stift ein sog. “Rauchtag”. An diesem Tag marschieren drei Brüder mit einem Weihrauchfass durch das Haus und räuchern alle Zimmer aus. Man könnte sagen: Sie vertreiben den Gestank der bösen Geister oder aber: sie bringen den Duft Gottes in das Zimmer, den Wohlgeruch seiner Liebe zu uns. Vielleicht vertreibt dieser Duft aber auch tatsächlich noch den ein oder anderen Ungeist, der zwischen den Möbeln haust. Danach zeichnen sie mit Kreide an JEDE Tür den Segensgruß der Sternsinger:
20 * C + M + B * 10
Welcher bedeutet: Christus mansionem benedicat, Christus möge das Haus segnen. Gesegnet sein, heißt: Ausgezeichnet sein, in Gottes Augen eine Auszeichnung erhalten ist das göttliche Kompliment schlechthin: Du bist geliebt, ich habe ein Auge auf dich.
In diesem Sinne möge sich für das neue Jahr jede Tür zum Guten erschließen und nicht unter Verschluss bleiben. Gehen wir hindurch, in das neue hinein!
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