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24.12.2009 von Jeremias.
Im Stift begehen wir den Heilig Abend und die Weihnachten auf sehr schöne Weise.
Wir haben insgesamt drei Christbäume zu schmücken: Einen im Speisesaal (Refektorium - siehe oben), einen in der Chorkapelle und einem auf dem Gang (ebenfalls Foto oben).Das kostet ganz schön viel Arbeit und so ziemlich alle jungen Brüder sind beschäftigt. Daneben müssen alle auch mit den Vorbereitungen der Predigten und Tischdecken klarkommen. Viele Gottesdienste warten auf uns.
Am Abend werden die Gänge mit Drei-Tage-Lichtern links und rechts am Wegesrand gesäumt. Das sieht total schön aus!
Für drei Tage brennen Tag und Nacht diese Kerzen und es ist eine Wonne, im Dunkel morgens bzw. abends diese Gänge entlang zu gehen. Eine Flugschneise für das Christkind.
Auch die hausinterne Chorkapelle sieht total festlich aus… (je nach Aufnahme…)
Wenn alle Vorbereitungen dieser Art getroffen sind, dann kehrt Ruhe ins Haus ein. Alle haben sich nach dem Mittagessen zurückgezogen. Es ist echt sehr still im Haus. Zeit zu einem kurzen Schlaf, denn die Nacht wird lang, zu letzten Vorbereitungen der Predigt…
Dann beginnt unser Heilig Abend mit der Vesper und der Matutin (dem vorgezogenen Morgengebet). Gegen 19 Uhr treffen wir uns dann alle im Speisesaal. Dort folgt dann ein vom Novizen ausgearbeitetes Programm: Wir singen Lieder, hören das Martyrologium (eine historische Rückblende, wann die Geburt Jesu war, total schön!), dann das Evangelium, dann folgt eine Ansprache vom Prior, dann vom Abt, schließlich singen wir wieder und dann ist der Jüngste (ich in diesem Jahr dran!) und trägt etwas vor. Ich habe ein langes Gedicht über die Mitbrüder aus der Sicht eines “Wicht’s” geschrieben… Danach werden die Lichter gelöscht, am Tannenbaum die Kerzen entzündet (echte!) und wir singen “Stille Nacht, heilige Nacht”. Wir beglückwünschen uns zum Christfest, danach essen wir und trinken wir zusammen ganz gemütlich.
Um 22.00 Uhr ist die Christmette mit unserem Herrn Abt Bruno, dem Kirchenchor und der traditionellen Öffnung der Josef-Stammel-Krippe, auf die wir in Admont mächtig stolz sind. Sie wurde übrigens vor genau 70 Jahren, 1939 - mitten im 2. Weltkrieg trotz Androhung der Nazi - geöffnet und damit ein Zeichen gesetzt: Christus ist der HERR!
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