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6.12.2009 von Jeremias.
Heute ist das Fest des Hl. Nikolaus, auch wenn der zweite Adventsonntag ihn “verdrängt”, so ist das halt.. Dennoch kam zum Mittagessen in unseren Konvent ein (weiblicher !!!) Nikolaus, was für ein modernes Kloster, unglaublich… Naja, jedenfalls bekam jeder einen Lebkuchennikolaus, auch der Novize - also ich -, doch dann hatte der P. Prior noch etwas Besonderes für mich parat: Einen Krampus aus gesundheitsförderlichen Früchten. Der schaut so aus, also nicht der P. Prior, sondern der Krampus. Der Nikolaus überreichte diesen mir, an den “Benjamin im Konvent”, so nennt mich der Prior immer liebevoll.
Jetzt werdet ihr euch fragen: Was bitte schön ist ein Krampus? Hier ein kleiner Ausflug ins Reich von Wikipedia. Fundiert ist es schon.
Der Krampus ist im alpenländischen Adventsbrauchtum sowie in Ungarn, Tschechien, Teilen Norditaliens und Teilen Kroatiens eine Schreckgestalt in Begleitung des Heiligen Nikolaus. Während der Nikolaus die braven Kinder beschenkt, werden die unartigen vom Krampus bestraft. Der Krampus ähnelt somit in der Funktion dem Knecht Ruprecht, es bestehen aber Unterschiede zwischen beiden Figuren: Während Knecht Ruprecht einzeln auftritt, treten die Krampusse meist in größeren Gruppen auf. Der Name leitet sich von mittelhochdeutsch Krampen „Kralle“ oder bairisch „Krampn“ ‚etwas Lebloses, Vertrocknetes, Verblühtes‘ oder ‚Verdorrtes‘ ab. Der Krampusbrauch war ursprünglich in ganz Österreich verbreitet und wurde dann in der Zeit der Inquisition verboten, da es bei Todesstrafe niemandem erlaubt war,
sich als teuflische Gestalt zu verkleiden. Jedoch wurde dieser Winterbrauch in manchen schwer zugänglichen Orten weitergeführt. Ausgehend von den Klosterschulen (Kinderbischofsfest) entwickelte sich
seit Mitte des 17. Jahrhunderts der Einkehrbrauch: begleitet von Schreckgestalten, Teufeln und Tiermasken (Habergeiß), prüft und beschenkt der Heilige Nikolaus die Kinder, während die Unartigen vom Krampus bestraft werden. In vielen Dörfern und Städten gibt es auch heute noch Krampusumzüge, bei denen als Krampus Verkleidete unter lautem Lärm ihrer Glocken durch die Straßen ziehen, um Passanten zu erschrecken. Dabei machen sie auch Gebrauch von ihren langen Ruten. Krampustag ist der 5. Dezember, während das Fest des Heiligen Nikolaus auf den 6. Dezember fällt; üblicherweise erscheinen aber beide Gestalten gemeinsam am Abend des 5. Dezembers zum Teil jedoch auch am 6. Dezember.
Kurz: seltsame Bräuche… denn diese Krampusse (Krampi?) laufen über die Straße, pöbeln die Leute an und erschrecken kleine Kinder. Und manch einen schlagen sie wirklich mit der Rute.
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