Mein Patensohn Timo ist wieder heimgefahren. Er war von Freitagabend bis heute Morgen bei mir zu Besuch. Vor 11 Jahren haben wir uns in Neuwied kennen gelernt. Mittlerweile ist er 25, Jura-Student, ein fleißiger junger Mann, der seinen Weg gehen wird. Ich gestehe: Ich bin stolz auf ihn!
Heute Morgen haben wir über das Sterben und den Tod gesprochen. “Ich habe keine Angst vor dem Tod, aber vor dem Sterben” sagt er und fügt an: “Wenn ich wüsste, dass ich schwer krank bin und elend leiden muss, dann würd ich den Partybus in die Schweiz nehmen und dann sollen die dort den Stecker ziehen!” - Ich war überrascht und dann diskutierten wir. Natürlich kann ich es verstehen, dass einer nicht leiden will, ich ja auch nicht. Schön wäre es, einfach über Nacht einzuschlafen, vom Schlaf zum Schlafes Bruder, dem Tod. Aber so ist das Leben ja nicht. Und danach? Tot ist doch tot. Gibt es noch was? Die andere Seite der Wirklichkeit.. ist so unklar, so nebulös. “Denk an den Tod!” ist eine Einladung, dem Tod nicht auszweichen, sondern ihn im Leben zu akzeptieren. Er gehört dazu. Es soll Forscher geben, die in der Biogenetik tätig sind, deren erlösender Ausruf lautet: “Endlich unendlich!” (Markus Hengstschläger, 2008; auch: “Die Macht der Gene”) - aber ist das unser Ziel? “Denk an den Tod!” ist eine Seite. Die andere aber lautet: “Wähle das Leben!” und “Carpe diem!” - nutze den Tag! Das ist unser Auftrag. Und das HIER und JETZT ist nur der Vorgeschmack auf die kommende Wirklichkeit? Alles fromme Sauce? Nein, Hoffnung, grundtiefe Hoffung!
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22.11.2008 bei 17:05
Mir hat diese Aussage gefallen: “Ich habe keine Angst vor dem Tod, aber vor dem Sterben”
Der Tod… was würde aus uns sein OHNE Tod? Das Leben wäre so langweilig, ewig. Man könnte es nicht mehr geniessen, wenn man wissen würde, dass man unendlich Zeit hat, um alles mögliche zu machen. Ohne Tod gäbe es viel mehr Probleme, unter anderem die Überbevölkerung. Ich finde es schön, dass man vielleicht herausgefunden hat, wie man die für den Tod zuständige Hormonen im menschlichen Körper manipuliert, aber die Anzahl der auf der Erde lebenden Menschen würde so viel steigen, dass das Leben nicht mehr richtig gelebt werden kann.
Kurz und knapp: Ohne Tod kein Leben. Die Tanatofobie (Angst vor dem Tod) führt ebenfalls zu ein ungelebtes Leben, weil man ewig mit dieser Angst lebt. Warum dann?
Das Sterben… Ich hätte jetzt keine Angst vor die Art und Weise, wie ich sterbe. Natürlich will ich nicht durch Asphyxie sterben, weil man leidet.
Aber ehrlich gesagt mache ich mir keine grossen Gedanken darüber und werde mir auch keine machen, weil ich mein Leben leben will. Das Leben leben, jede Minute, jede Sekunde nutzen, die man hat. “Carpe diem”.