Archive für 17.10.2008

Ich bin da!

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Die Zusage gilt. “Ich bin da!” - so “outet” sich Gott dem Mose im Mythos vom brennenden Dornbusch. Es ist unser brennendes Herz, unser Brennen in uns, wenn wir Gott so spüren. Es ist ein Geschenk, wenn er sich so zeigt, wie er wirklich der Seiende ist. Da muss man die Schuhe ausziehen und niederfallen.

Heute gehts in die Nähe von Altenburg zur Diakonenweihe von Fr. Michael, auch einem Benediktiner. Am Gedenktag des Märtyrers Ignatius von Antiochien (lateinisch: »feurig, glühend«), dem Bischof von Antiochien am Orontes, werden Fr. Michael die Hände aufgelegt zum Dienst an den Menschen. Ignatius von Antiochien wurde unter Kaiser Trajan mit mehreren Gefährten nach Rom gebracht, wo er spätestens 117 im Flavischen Amphitheater den Martertod erlitt. Von ihm sind sieben Briefe erhalten, in denen seine Sehnsucht nach dem Martyrium für Christus zum Ausdruck kommen. Seine Briefe geben aber auch Zeugnis davon, dass der Bischof authentischer Verkünder der Lehre, Verwalter der Sakramente und Leiter der Gemeinde in sozialen und materiellen Belangen ist. Ein Kollegium von Prebytern und Diakonen ist ihm untergeordnet. Die Gemeinde von Rom besitzt nach ihm einen Vorrang im Glauben, in der Liebe und in der Aufsicht über verwaiste Gemeinden. Ignatius von Antiochien wird dargestellt in bischöflichen Gewändern als Greis mit Löwen im Amphitheater.
Das Foto zeigt den “Raum der Stille” im Stiftsgymnasium von Admont. Das eindringende Licht lässt das Kreuz erkennen, das uns entgegenstrahl. In Jesus Christus, der die mosaische Form des “Ich bin da” in seinen Worten “Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben!” wiederholt hat, hat sich Gott noch einmal gezeigt. Ganz menschlich. Haut-nah!

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