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13.10.2008 von Jeremias.
Die Welt bricht gerade zusammen. Der Gott der Götter, der schnöde Mammon, das Kapital, unser Goldgötze - getragen auf Aktiensockel und verziert mit Dollar- und Eurozeichen, beweihräuchert von Immobilienhändlern und angebetet von Kleinanlegern, umlagert von raffgierigen Dieben und Spionen der Zentralbanken in den USA und Europa, angestiftet von den Großindustriellen und Superreichen, bejubelt von allen, die ein paar Euro Rendite einkassieren - das ist nun also das Fest ohne Ende, das Gelage des Größenwahns. Das also ist es, was diese Welt im Innersten zusammenhält: O Herr, das Geld, unser Geld!!! Da macht es sich aus dem Staub, verschwindet und löst sich in Luft aus. Das Geld braucht uns nicht, es lebt eh nicht, ist tot wie eine Münze, lodert auf wie ein brennender 100 Euroschein … und ist nicht mehr.
Wir haben es geschafft. Wieder einmal. Die Welt am Rande des Wahnsinns, die Welt am Rande des Zusammenbruchs. Rasch erlassen wir Gesetze, lassen neue Gelder fließen, in den unterirdischen Staatsbunkern werden neue Scheine gedruckt, der Schweiß rinnt den Politikern über die Stirne - es fehlt, ja es fehlt nur noch der Krieg… so war es vor fast 100 Jahren. Schwarzer Freitag… moment, das hatten wir doch schon mal!
Alle Macht dem Geld! Halleluja! Dem Geld sei die Ehre und aller Preis. Oh ja, welch ein Preis! Für welchen Preis haben wir unsere Seele verkauft, in Grundstücke und Immobilien, haben Kredite aufgenommen… - gierig… der neue Gott ist die unstillbare Gier - hat das nicht schon der Obervampir aus “Tanz der Vampire” gesungen! Da haben wir es! Der Tanz auf dem Eis… das zerbricht. Unter uns: der Höllenschlund. Aber wir tanzen, tanzen, tanzen - auf dem Vulkan. Boooooooooooooooooooooooooom! - Aber kein Boom.
Herr, hilf! Zeig dich! Wir haben uns von dir abgewandt… wie so oft. Wir haben unser Gold eingeschmolzen zum golden Kalb. Und wir tanzen, tanzen, tanzen…
Wann endlich verstehen wir unsere Bestimmung? MENSCHSEIN!
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